Sand wie Schnee wie Schlagsahne, aufgeschlagen, angehäuft. Plattgedrückte Hügellandschaft, mit Füßen gespürt, mit Händen betätschelt, durch Finger gerieselt. An Körper klebend, in Augen kratzend, in Mündern knirschend. Das Sahnehäubchen des doch so wohlverdienten Urlaubs schmeckt nach nichts, ist körnig-unsüß. Entgegen der Laune. Die ist fluffig frisch erzwungen locker, durchgewirbelt vom Wellenwind. So anders als Alltag.
Sonnengebräunte Stimmung, die keine roten Flecken kennt. Auch wenn sie noch so unleugbar leuchten. Nur perfekt viertelkreisige Wassermelonenscheiben dürfen pink kreischen.
Locker, scheinbar unbeschwert liegt man am Strand, sandkorngleich, wie Schnee, aber auf keinen Fall weiß, dafür unbedingt heiß. Unwiderstehlich mit gischtigem Gemüt, nonchalant wie Schlagsahne.
Chantilly, so nennst du mich heute. Ein Kosename verwandelt unseren Strandnachmittag doch noch in ein Sahnehäubchen, macht diese alltagsferne Realität sonderbar barfuß greifbar. Eine Deklaration süßen Widerstands gegen das, was wir immer sind.
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