Die guten Geister in den Schlaf gesungen, so wie es nur eine sitzend-klickende Arbeit vor dem Bildschirm mit Kaffeegeschmack und Pausen-Pasta zu vollbringen vermag. Keine Spur von den guten Geistern, die tiefe Gedankengänge ins Bewusstsein graben und zur Individualität zwingen.
Abrufen, abarbeiten, abverlangen – aufbereiten, aufarbeiten, aufzählen: ein eintöniges Auf und Ab.
Der täglich graue Vergnügungspark, in dem die schädlichen Geister das Gemüt erstürmen und ihr lethargieverbreitendes, genietötendes Reich auftürmen.
Nur eine Sache kann den schlummernden guten Geistern wieder Lebensfrische einhauchen und saftige Klarheit einflößen: Wenn man nach der Arbeiterei durch die Straßen irrt und einem dabei der Duft von Frischem, Fettem in die Nase steigt.
Waffeln und Pommes, gaufres et frites. An jeder Ecke. So einfach und gut. So schlecht für den Körper und so gut für Hirn und Herz. Ein wahrer Fernwehkatalysator, katapultieren sie einen doch zurück in die Kindheit, wo diese Dinge voller Ernst als Lieblingsgerichte deklariert wurden. Mit der warmen Waffel in der Hand und beim Teilen einer Pommes-Tüte wird die intrinsische Kindheitssehnsucht gestillt. Grundlose Fröhlichkeit und naive Zuversicht – Qualitäten, die jeder Erwachsene des Erwachsenseins wegen irgendwann ablegt – blitzen für den Genussmoment auf. Nur kurz. Und auch die guten Geister werden aus ihrem Schlaf gekitzelt. Und fordern die kindheitsfernwehgeplagten Menschen auf:
„Die guten Geister geschmeidig schmieren, die lipophoben Leidensgeister, die schlechten, schänden, mit triefenden Transfetten“.
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