Die meditative Stille,
wenn zwei Liebende eng verschlungen,
– konzentriert und tiefenentspannt – zusehen,
wie die Moka,
angetrieben vom kochendem Wasser im Kesselsockel,
nach und nach die heiße schwarze Brühe
durch einen dünnen Schornstein
in das oktagonale Ausgießbecken spuckt.
Kaffeeabhängigkeit ist aber nur eine ihrer Gemeinsamkeiten,
das bittere i-Tüpfelchen,
das ihre innige Zweisamkeit krönt.
Das Gurgeln liefert die Momentmelodie zu ihren zärtlichen Küssen,
mit denen sie sich gegenseitig das Gesicht abstempeln
und sich damit ein persönliches Zugehörigkeitszertifikat ausstellen,
unsichtbar aber doch unübersehbar.
Denn ohne dich bin ich nur halb.
Er genießt Kaffee nur in Verbindung mit einer sigaretta
Sie erträgt die belebende Brühe nur mit Milch.
Zucker? Das tägliche Ritual an sich ist doch schon Süßeswürze genug.
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